Das Dorf oder warum ich Kurse für Familien anbiete. 

Eine meiner besten Freundinnen lernte ich in der Krabbelgruppe des Mädchens kennen. Mitten auf der Straße sprach sie mich an, ob ich auch auf dem Weg zur Gruppe sei. Unsere 2 Monate alten Kinder schlummerten in ihren Tragen. Wir gingen gemeinsam zum Kurs und waren die Aliens, die irgendwie alles anders machten. Das ist nun fast 4 Jahre her.

Unsere Mädchen könnten nicht unterschiedlicher sein: die eine ist eine zarte Elfe, die andere wird liebevoll wilde Hilde genannt. Welche davon zu mir gehört, lasse ich jetzt mal offen. Unsere ungleichen Mädchen wachsen wie Schwestern auf und wir leben den Großteil unseres Alltags gemeinsam: es vergeht kaum eine Woche in der wir uns nicht sehen, die Kinder spielen gemeinsam, wie selbstverständlich wird unser Mädchen mit zu Ausflügen genommen, das Elfenmädchen ist hier immer willkommen und wir Frauen tauschen uns aus, jammern auch mal kräftig und prosten uns mit Kaffee zu. Wir sind Wahlfamilie. Unser kleines Dorf mitten in der Stadt. 

Die Freundin und das Elfenmädchen als Reh und Hase bei der Familienaufstellung im Rahmen meiner Weiterbildung.

Mit den Jahren haben wir uns Menschen gesucht oder wurden selber von ihnen gefunden. Menschen, die uns in ihren Vorstellungen von Familie und bedürfnisorientiertem Familienleben nahe sind. Wir geben uns gegenseitig Halt und Unterstützung, können offen über unsere Ängste und Sorgen sprechen. Tauschen uns aus und bekommen auch mal den Blick gerade gerüttelt, wenn wir selber unseren Fokus verloren haben. 
Oft lese und höre ich davon, wie haltlos Familien sind, wie allein. Viele bekommen Gegenwind aus der Herkunftsfamilie und kommen so nicht dazu auf ihr Bauchgefühl zu hören oder werden verunsichert. Es fehlt der Austausch, das offene Gespräch, das Gesehen werden, so manche Hilfestellung und ja, auch manchmal das Jammern ohne ein „du hast es doch so gewollt“.

Familien brauchen einander. Schultern zum Anlehnen, Menschen, die mit einer vorgekochten Suppe vor der Tür stehen, wenn die Kinder krank sind, Freunde, die das schon den ganzen Tag weinende Baby mal übernehmen, damit man mal kurz durchatmen kann, die da sind und auch mal sagen „Ich verstehe dich.“ ohne uns gleich mit einem Ratschlag daher zu kommen. Menschen, die dieses Abenteuer mit einem gemeinsam bestreiten ohne gegeneinander zu kämpfen. 

Als Kursleiterin und mit dem Angebot der bedürfnisorientierten Krabbelgruppe ist dies eines meiner Hauptanliegen: Ich möchte Eltern einen geschützten Raum anbieten, in dem sie mit etwas Glück genau das finden: Menschen, die in ihrem Dorf bisher noch fehlten. 

Im Rahmen des Adventskalenders der Berliner Trageberaterinnen verlose ich eine 5er Karte für meine bedürfnisorientierte Krabbelgruppe und eine kleine Überraschung. Der Gutschein kann auch sehr gern verschenkt werden. 

Die Teilnahme erfolgt über meine Facebook – Seite. Die Verlosung endet am 10.12.2016 um 18 Uhr und steht in keiner Verbindung zu Facebook. Der Gewinner wird am Sonntag via Mädchen ausgelost und bekannt gegeben.



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